© Arena Verlag
328 Seiten
2007
ISBN: 978-3401060484
Isabel Abedi: Isola
Mit ISOLA hat Isabel Abedi einen atmosphärisch dichten Jugendthriller geschrieben.
Für einen Film werden 12 Jugendliche aus Deutschland gecastet, die
drei Wochen auf einer einsamen Insel vor Brasilien verbringen sollen,
unter ihnen auch die 17-jährige Vera.
Auf dem Eiland sind überall Kameras
versteckt, und in guter „Agathe Christie“-Manier soll das „Mörder und
Opfer“-Spiel gespielt werden: Einer aus der Gruppe gibt den Mörder und
muss sich Opfer suchen, in dem er sie unverletzt in einen bestimmten
Raum bringt. Doch was anfänglich wie ein großes Abenteuer mit viel Spaß
beginnt, mutiert schon bald zum Alptraum, als der erste echte Tote gefunden
wird. Gibt es einen wirklichen Mörder in der Gruppe oder sind sie doch
nicht allein auf der Insel?
„Big Brother“ und das „Dschungelcamp“ lassen
grüßen - so jedenfalls klingt auf dem ersten Blick die Story des neuen,
überaus spannenden Jugendromans "Isola" von Isabel Abedi. Doch hinter dem Insel-Abenteuer
steckt viel mehr. Isabel Abedi ist es gelungen, einen atmosphärisch dichten
Jugendthriller zu schreiben. Die Figuren sind interessant und lebendig
und auch die Handlung verkümmert nicht, wie bei den inszenierten Reality-Shows.
Eher erinnert der Roman an den Klassiker „Lord of the flies“, obwohl
die Jugendlichen hier freiwillig auf der Insel sind. Schnell werden auch
hier Strukturen von Anführern und Mitläufern in der Gruppe erkennbar.
Besonders die Geschichte von Vera, die eigentlich aus den Favelas, den
Slums von Rio de Janeiro stammt, ist eindringlich erzählt. Einige überraschende
Wendungen und eine kleine Liebesgeschichte runden die packende Story
ab. Spannung pur für Jugendliche und Junggebliebene.
Rezension von Silke Schröder
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