Iris Bahr: Moomlatz oder wie ich versuchte in Asien meine Unschuld zu verlieren
"Moomlatz oder wie ich versuchte in Asien meine Unschuld zu verlieren" von Iris Bahr ist als Reisebuch sicherlich nicht geeignet, aber für ein Buch übers Reisen ist es herrlich zu hören.
gelesen von Sarah Kuttner
Nach 2 Jahren Armee braucht die Israelin Iris eine Auszeit und begibt
sich auf einen ausgedehnten Rucksacktrip nach Asien. Ihr Ziel dabei ist
es, ihre Unschuld zu verlieren. Und gleich in Thailand, ihrer ersten Station,
trifft sie auf den Engländer Johnny, der ihrer Meinung nach perfekt ist,
ihren Plan in die Tat umzusetzen.
Doch Johnny ist dem Opium und den einheimischen
Prostituierten mehr angetan und so versucht es Iris weiter. Dabei schließt
sie die eine oder andere Freundschaft und reist mit anderen Backpackern
nach Vietnam, Nepal und Indien.
Moomlatz ist hebräisch und heißt Empfehlungen.
Man findet diese Schilder an Hotels, Reisebüros und anderen Geschäften in
Asiens Backpackerparadiesen. Und auf diesen Pfaden wandert auch Iris Bahr
in ihrem Erstlingswerk. Frech und unorthodox berichtet sie über die Erlebnisse
ihrer Heldin in Asien. Erfrischend selbstironisch beschreibt sie ihre Versuche,
den richtigen „Kerl" fürs erste Mal zu finden. Dabei sind ihre Anekdoten
sehr amüsant und ehrlich.
Sie nimmt kein Blatt vor dem Mund und um eine
Pointe ist sie sich nie zu schade. So sind viele Stellen zum Schmunzeln,
andere stimmen aber auch nachdenklich. Als Reisebuch ist es sicherlich nicht
geeignet, aber für ein Buch übers Reisen ist es herrlich zu hören.
Nicht
zuletzt weil Sarah Kuttner das Buch so wunderbar lebensnah und frisch vorliest.
Unbedingt hörbar.
Rezension von Silke Schröder
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