lesende Gartenzwerge
Home › Arnaldur Indriðason: Frevelopfer
Sonntag, 28. März 2010

© Lübbe Verlag
384 Seiten
März 2010
ISBN: 978-3785723937
Original: Myrká

Arnaldur Indriðason: Frevelopfer

Mit Frevelopfer ist Arnaldur Indriðasons wieder ein besonderer Krimi gelungen, der die unverwechselbare Atmosphäre Islands transportiert.

Island hat ca 300.000 Einwohner, ein Drittel davon lebt in der Hauptstadt Reykvavik. Die Kriminalitätsrate ist niedrig, echte Gewalttaten sind selten.
Umso mehr wird die Stadt durch den gewaltsamen Tod eines jungen Mannes erschüttert, der mit durchgeschnittener Kehle und jeder Menge Rohypnol - auch bekannt als Vergewaltigungsdroge oder K.O.-Tropfen- im Blut in seiner Wohnung gefunden wird. Für Kommissarin Elínborg steht schnell fest, dass der junge Mann selbst nicht ganz koscher war, denn sie ermittelt mehrere Vergewaltigungsopfer, die mit ihm in Verbindung standen und ebenfalls mit Rohypnol betäubt worden sind. Doch die einzige Spur zu den anderen Opfern ist zunächst nur ein nach indischen Gewürzen riechendes Tuch einer jungen Frau, die sich offenbar während der Tat in seiner Wohnung aufgehalten hat. Elínborg ermittelt in alle Richtungen und bedient sich dabei auch unkonventionellen Methoden.

Nachdem sich Kommissar Erlendur Sveinsson, der eigentliche Held in Arnaldur Indriðasons Krimis, nach den Abenteuern in „Kältetod“ für einige Zeit in den Urlaub begeben hat, ermittelt hier nun seine Kollegin Elínborg. Und das macht sie mit großer Hartnäckigkeit, viel Intuition und einer eigenwilligen Kombinationsgabe, die vor allem auf den Ergebnissen einer besonderen Ermittlungsmethode beruht: auf dem Geruchsinn, dem wohl verkanntesten Sinnesorgan - ein Highlight für alle, die selbst gut riechen können und wissen, dass das nicht immer nur von Vorteil ist. Aber auch Elínborgs Familie spielt in „Frevelopfer“ eine Rolle, da es mit ihren Kindern nicht immer einfach ist. Und dennoch: Auch aus dem Familientrouble zieht die tapfere Kommissarin einige ermittlungsrelevante Impulse.
So sind Arnaldur Indriðasons Krimis immer etwas besonders, da er die unverwechselbare Atmosphäre und die Eigenheiten der Bevölkerung auf der großen Nordmeer-Insel authentisch rüberbringt. Und Staatspleite hin oder her: Immerhin ist Island der einzige Staat, der eine offizielle Elfenbeauftragte hat.

Arnaldur Indridason

Rezension von Silke Schröder


Social Bookmarking
Add to Google

Krimis aus Skandinavien

Dänemark

| Jussi Adler-Olsen: Erbarmen
| Jussi Adler-Olsen: Schändung
| Sissel-Jo Gazan: Dinosaurierfedern
| Jens Henrik Jensen: Das Axtschiff
| Jens Henrik Jensen: Der Kohlenmann

Finnland

| Leena Letholainen: Wie man sie zum Schweigen bringt
| Leena Letholainen: Im schwarzen See
| Leena Letholainen: Wer sich nicht fügen will
| Leena Letholainen: Du dachtest, du hättest vergessen
| Leena Letholainen: Auf der falschen Spur
| Ilkka Remes: Ewige Nacht
| Ilkka Remes: Das Hiroshima Tor
| Ilkka Remes: Höllensturz
| Ilkka Remes: Blutglocke
| Ilkka Remes: Die Geiseln
| Ilkka Remes: Erbe des Bösen
| Ilkka Remes: Hochzeitsflug
| Ilkka Remes: Tödlicher Sog
| Taavi Soininvaara: Der Finne

Island

| Arnaldur Indriðason: Frevelopfer

Norwegen

| Karin Fossum: Wer anders liebt
| Anne Holt: Die Präsidentin
| Anne Holt: Der norwegische Gast
| Jo Nesbo: Das fünfte Zeichen

Schweden

| Arne Dahl: Ungeschoren
| Arne Dahl: Totenmesse
| Arne Dahl: Dunkelziffer
| Kjell Eriksson: Rot wie Schnee
| Anna Jansson: Schwarze Schmetterlinge
| Mari Jungstedt: Näher als du denkst
| Mons Kallentoft: Mittwinterblut
| Mons Kallentoft: Blut soll euer Zeichen sein
| Camilla Läckberg: Die Töchter der Kälte
| Henning Mankell: Kennedys Hirn
| Henning Mankell: Der Chinese
| Henning Mankell: Der Feind im Schatten
| Liza Marklund: Nobels Testament
| Liza Marklund: Lebenslänglich
| Liza Marklund: Kalter Süden
| Lars Rambe: Die Spur auf dem Steg

 

© Arnaldur Indriðason: Frevelopfer Bücher Rezensionen Thriller Belletristik hallo-buch.de