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Montag, 22. Dezember 2008

© Btb Verlag
352 Seiten
März 2008)
ISBN-13: 978-34427361027
Original:
Never Let Me Goans

Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten

Alles, was wir geben mussten von Kazuo Ishiguro ist ein spannend-literarischer Roman über die Grenzen der Gentechnologie

Kathy, Tommy und Ruth wachsen in dem privilegierten englischen Internat Hailsham auf. Man bleibt unter sich und legt Wert auf guten Unterricht, Kreativität und das kameradschaftliche Miteinander der Kollegiaten. Alles ganz normal also. Doch irgendetwas ist anders, denn es gibt merkwürdige Regeln in Hailsham.

Was steckt hinter den jährlichen Tauschbasaren? Warum können die Kollegiaten keine Kinder bekommen? Wo sind ihre eigenen Eltern und was hat es mit den ominösen Spenden auf sich, auf die sich alle vorbereiten sollen? Die drei Freunde machen sich wenig Gedanken, genießen die Schulzeit und gehen auch nach dem Abschluss ihre vorgeschriebenen Wege - bis sich Tommy und Kathy ineinander verlieben.

Die jungen Leute in Kazuo Ishiguros Roman stellen selten etwas in Frage. Für sie gibt es nur die kleine abgeschlossene Welt des Internats mit seinen unumstößlichen Regeln. Und auch der weitere Lebensweg von Kathy, Tommy und Ruth scheint bereits bis ins Letzte vorhergeplant zu sein. Sie gehen ihn ohne Widersprüche – nicht jeder hat schließlich den Mut, in unsicheren Zeiten die vertrauten Pfade zu verlassen.

Es ist eine Welt, die unserer in mancher Hinsicht sehr ähnelt und die doch ganz anders ist. Denn Kazuo Ishiguro befasst sich in Wahrheit mit der aktuellen Debatte über die Genforschung und ihre Grenzen. Eine Diskussion, die noch lange nicht zu Ende ist. Sehr empfehlenswert. Aber Achtung: Beenden Sie dieses Buch niemals Montagmorgen!

Kazuo Ishiguro (jap. Ishiguro Kazuo), geboren am 8. November 1954 in Nagasaki, Japan). Lebt seit dem 6. Legensjahr in England. Nach dem Studium veröffentlichte er erste Kurzgeschichten. Heute lebt er mit seiner Frau und seiner Tochter in London.

Rezension von Silke Schröder

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