Jerome Kilty: Geliebter Lügner. Briefe von Bernard Shaw und Stella Campbell
gelesen von Iris Berben und Mario Adorf
Es ist ein überaus lebendiger und kurzweiliger Liebesbriefwechsel, den
sich der Dramatiker und Sozialist Bernard Shaw und die Schauspielerin Stella
Campell 40 Jahre lang schrieben. Beide meist verheiratet, aber nie miteinander,
konnten sie über Jahrzehnte (1899 – 1939) nicht voneinander lassen und lieferten
sich große Liebesbeweise – meist per Post. Und das ist gut für uns, die
Liebenden und Liebeshungrigen der Nachwelt.
Denn die ebenso amourösen wie
geistreichen Briefe sind nicht nur unter dem Titel „Geliebter Lügner“ von
Jérôme Kilty zum Bühnenstück umgeschrieben worden, sondern liegen jetzt
auch als Hörspiel vor – mit niemand geringerem als Iris Berben und Mario
Adorf in den Hauptrollen. Und die beiden Stars hauchen den Briefen so viel
Lust und Leben ein, dass, wenn man nach 92 äußerst kurzweiligen Minuten
wieder in die Realität tritt, diesen hervorragend inszenierten Briefwechsel
gleich noch mal hören möchte.
Sprecher: Mario Adorf erhielt bereits 1958
den Bundesfilmpreis für seine Rolle in »Nachts, wenn der Teufel kam«. Seither
brilliert er auf der Bühne, im Film (Schlöndorffs »Die Blechtrommel«, Fassbinders
»Lola« und Dietls »Rossini«) und im Fernsehen (»Kir Royal«, »Der große Bellheim«).
International arbeitete er mit Regiegrößen wie Sam Peckinpah, Billy Wilder
und Claude Chabrol. Außerdem ist er als Chansonnier und als Autor erfolgreich.
Für seine Leistungen wurde Mario Adorf mit dem Großen Bundesverdienstkreuz
und dem Cine-Merit-Award geehrt.
Sprecherin: Iris Berben ist eine der beliebtesten
deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen. Im Fernsehen spielt sie neben
anderen Hauptrollen die Kommissarin in der erfolgreichen Krimireihe »Rosa
Roth«. Im Kino war sie u.a. in »Frau Rettich, die Czerni und ich« und in
»Bin ich schön?« zu sehen. Iris Berben engagiert sich gegen Rassismus und
Antisemitismus und erhielt 1998 das Bundesverdienstkreuz. 2002 zeichnete
sie der Zentralrat der Juden inDeutschland mit dem Leo-Baeck-Preis aus.
2004 erhielt sie den Woman´s World Award for Tolerance.
Rezension von Silke Schröder
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