lesende Gartenzwerge
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Mittwoch, 26. April 2007

© © Hoffmann & Campe Verlag
2 CDs
Juli 2006
ISBN: 978-345530476-3

Jerome Kilty: Geliebter Lügner. Briefe von Bernard Shaw und Stella Campbell

gelesen von Iris Berben und Mario Adorf

Es ist ein überaus lebendiger und kurzweiliger Liebesbriefwechsel, den sich der Dramatiker und Sozialist Bernard Shaw und die Schauspielerin Stella Campell 40 Jahre lang schrieben. Beide meist verheiratet, aber nie miteinander, konnten sie über Jahrzehnte (1899 – 1939) nicht voneinander lassen und lieferten sich große Liebesbeweise – meist per Post. Und das ist gut für uns, die Liebenden und Liebeshungrigen der Nachwelt.

Denn die ebenso amourösen wie geistreichen Briefe sind nicht nur unter dem Titel „Geliebter Lügner“ von Jérôme Kilty zum Bühnenstück umgeschrieben worden, sondern liegen jetzt auch als Hörspiel vor – mit niemand geringerem als Iris Berben und Mario Adorf in den Hauptrollen. Und die beiden Stars hauchen den Briefen so viel Lust und Leben ein, dass, wenn man nach 92 äußerst kurzweiligen Minuten wieder in die Realität tritt, diesen hervorragend inszenierten Briefwechsel gleich noch mal hören möchte.

Sprecher: Mario Adorf erhielt bereits 1958 den Bundesfilmpreis für seine Rolle in »Nachts, wenn der Teufel kam«. Seither brilliert er auf der Bühne, im Film (Schlöndorffs »Die Blechtrommel«, Fassbinders »Lola« und Dietls »Rossini«) und im Fernsehen (»Kir Royal«, »Der große Bellheim«). International arbeitete er mit Regiegrößen wie Sam Peckinpah, Billy Wilder und Claude Chabrol. Außerdem ist er als Chansonnier und als Autor erfolgreich. Für seine Leistungen wurde Mario Adorf mit dem Großen Bundesverdienstkreuz und dem Cine-Merit-Award geehrt.
Sprecherin: Iris Berben ist eine der beliebtesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen. Im Fernsehen spielt sie neben anderen Hauptrollen die Kommissarin in der erfolgreichen Krimireihe »Rosa Roth«. Im Kino war sie u.a. in »Frau Rettich, die Czerni und ich« und in »Bin ich schön?« zu sehen. Iris Berben engagiert sich gegen Rassismus und Antisemitismus und erhielt 1998 das Bundesverdienstkreuz. 2002 zeichnete sie der Zentralrat der Juden inDeutschland mit dem Leo-Baeck-Preis aus. 2004 erhielt sie den Woman´s World Award for Tolerance.

Rezension von Silke Schröder



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