Arto Paasilinna: Adams Pech, die Welt zu retten
Arto Paasilinna gelingt mit "Adams Pech, die Welt zu retten" ein sehr schräges Ökomärchen mit viel schwarzem Humor und durchgeknallten Ideen
Aatami Rymättyla betreibt seit Jahren in Finnlands Hauptstadt Helsinki
sein eigenes kleines Unternehmen, die Akku AG. Leider sind die Zeiten
schlecht und Aatami hat einen Haufen Schulden. Kurz vor der Insolvenz
macht er jedoch eine Erfindung, die die Welt verändert. Er erfindet
einen kleinen Akku in Schokoladentafelgröße mit einer immensen Leistungskraft,
der Autos, Schiffe und selbst Raumfähren antreiben kann. Alle Energie-Probleme
scheinen mit einem Mal gelöst.
Zusammen mit der Rechtsanwältin und Quartalstrinkerin
Eeva Kontupohja melden sie das Patent an und haben schon bald erste Interessenten.
Allerdings haben die beiden nicht mit den Erdöl exportierenden Länden
gerechnet. Diese sind nicht gerade begeistert von der neuen Energiequelle
und hetzen Aatami einen sizilianischen Killer auf den Hals.
Arto Paasilinnas
Buch ist ein sehr schräges Ökomärchen mit viel schwarzem Humor und durchgeknallten
Ideen. Doch bei all den skurrilen Einfällen schwingt bei diesem Roman
auch immer mehr als ein Funken Ernsthaftigkeit mit. Das Buch erschien
in Finnland schon 1993 und hat bis zum heutigen Tag nicht an Aktualität
verloren. Ganz im Gegenteil – die Energiekrise spitzt sich zu und wir
warten alle händeringend auf so eine Bahn brechende Erfindung, wie die
von Aatami Rymättyla. Ein witziges und ideenreiches Buch mit sehr erstem
Hintergrund. Zum Lesen und Verschenken eine Entdeckung.
Arto Paasilinna, geboren 20. April 1942 im finnisch-samischen Kittilä ist einer der populärsten Schriftsteller Finnlands. Nach der Ausbildung bei einer Zeitung, arbeitete dann als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Er hat bisher 34 Romane veröffentlicht, von denen viele verfilmt wurden. Seine Bücher wurden in 45 Sprachen übersetzt.
Rezension von Silke Schröder
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