lesende Gartenzwerge
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Donnerstag, 31. Januar 2008

© Lübbe Verlag
250 Seiten
Januar 2008
ISBN: 978-3785716076

Arto Paasilinna: Adams Pech, die Welt zu retten

Arto Paasilinna gelingt mit "Adams Pech, die Welt zu retten" ein sehr schräges Ökomärchen mit viel schwarzem Humor und durchgeknallten Ideen

Aatami Rymättyla betreibt seit Jahren in Finnlands Hauptstadt Helsinki sein eigenes kleines Unternehmen, die Akku AG. Leider sind die Zeiten schlecht und Aatami hat einen Haufen Schulden. Kurz vor der Insolvenz macht er jedoch eine Erfindung, die die Welt verändert. Er erfindet einen kleinen Akku in Schokoladentafelgröße mit einer immensen Leistungskraft, der Autos, Schiffe und selbst Raumfähren antreiben kann. Alle Energie-Probleme scheinen mit einem Mal gelöst.

Zusammen mit der Rechtsanwältin und Quartalstrinkerin Eeva Kontupohja melden sie das Patent an und haben schon bald erste Interessenten. Allerdings haben die beiden nicht mit den Erdöl exportierenden Länden gerechnet. Diese sind nicht gerade begeistert von der neuen Energiequelle und hetzen Aatami einen sizilianischen Killer auf den Hals.

Arto Paasilinnas Buch ist ein sehr schräges Ökomärchen mit viel schwarzem Humor und durchgeknallten Ideen. Doch bei all den skurrilen Einfällen schwingt bei diesem Roman auch immer mehr als ein Funken Ernsthaftigkeit mit. Das Buch erschien in Finnland schon 1993 und hat bis zum heutigen Tag nicht an Aktualität verloren. Ganz im Gegenteil – die Energiekrise spitzt sich zu und wir warten alle händeringend auf so eine Bahn brechende Erfindung, wie die von Aatami Rymättyla. Ein witziges und ideenreiches Buch mit sehr erstem Hintergrund. Zum Lesen und Verschenken eine Entdeckung.

Arto Paasilinna, geboren 20. April 1942 im finnisch-samischen Kittilä ist einer der populärsten Schriftsteller Finnlands. Nach der Ausbildung bei einer Zeitung, arbeitete dann als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Er hat bisher 34 Romane veröffentlicht, von denen viele verfilmt wurden. Seine Bücher wurden in 45 Sprachen übersetzt.

Rezension von Silke Schröder


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