Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes
Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón spielt im Barcelona der 30er und 50er Jahr und iste einer der schönsten Romane der letzten Jahre
Mit 10 Jahren wird Daniel Semperes von seinem Vater in das Geheimnis
des Friedhofs der vergessenen Bücher eingeweiht. In dieser geheimnisvollen
Bibliothek im Herzen des Nachkriegs-Barcelonas soll sich der Junge einen
Band aus den vielen Regalen vergessener Literatur heraussuchen. Seine
Wahl fällt auf einen Autor aus seiner Stadt, der auf mysteriöse Weise
verschwunden ist. Mit dieser Wahl verändert sich Daniels Leben. Aus Neugier
versucht er etwas über den Schriftsteller zu erfahren und gerät immer
mehr in den Sog einer geheimnisvollen und bedrohlichen Geschichte, in
der er und der verschollene Autor die Hauptpersonen sind.
Tragische Liebesgeschichten,
verpasste Chancen, Rache und Leidenschaft sind die Zutaten dieser ebenso
spannenden wie rätselhaften Geschichte. Einmal eingetaucht in die beiden
Barcelonas der 30er und der 50er Jahre, ist dieser Schmöker so mitreißend,
dass man das Buch selbst nach der letzten gelesenen Seite nicht aus
der Hand nehmen will - und sich ein bisschen so fühlt wie der junge Daniel,
der seinen "Schatten des Windes" auch gegen alle Widrigkeiten verteidigt
hat. Einer der schönsten Romane der letzten Jahre.
Carlos Ruiz Zafón wurde
am 25. September 1964 in Barcelona geboren. Als Kind besuchte er die Jesuitenschule
Sarrià. 1993 erhielt er für seinen ersten Roman »El príncipe de la niebla«
(deutsch »Der Fürst des Nebels«, 1996) den Edebé-Jugendliteraturpreis.
Seit 1994 lebt er in Los Angeles. Er arbeitet als Drehbuchautor und schreibt
für die spanischen Tageszeitungen »El País« und »La Vanguardia«.
Rezension von Silke Schröder
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