Kathy Reichs: Fahr zur Hölle
FAHR ZUR HÖLLE von Kathy Reichs spielt diesmal in Charlotte im Umfeld des bekannten NASCAR -Autorennen und ist wieder ein packender Fall mit vielen Hintergrundinfos über die forensische Anthropologie
Das NASCAR-Autorennen – wie jedes Jahr DAS Ereignis in Charlotte, der finanzstarken Südstaatenmetropole. Doch kurz bevor das Rennen startet, wird auf der nahe gelegenen Mülldeponie eine Leiche gefunden, einasphaltiert in einem Fass. Um an der stark zerstörten Leiche überhaupt Spuren sichern zu können, wird die forensische Anthropologin Tempe Brennan herbei gerufen. Während Tempe noch ihre Untersuchungen durchführt, kontaktiert sie ein junger Mann, der glaubt, es könnte sich bei dem Opfer um seine 1998 gemeinsam mit ihrem Freund verschwundene Schwester handeln. Damals hatte sich auch das FBI stark für den Fall interessiert, denn ihr Freund war Mitglied einer Gruppe von Rechtsradikalen, der Kontakte zu Eric Rudolph, dem Bombenleger der Olympiastadt Atlanta nachgesagt wurden. Unterstützt vom leicht übergewichtigen Inspektor "Skinny" Skindell, der damals selbst an dem Fall dran war, beginnt Tempe Brennan mit eigenen Ermittlungen zu den verschwundenen Jugendlichen.
Ihren neuen Fall "Fahr zu Hölle" läßt Kathy Reichs im Umfeld des alljährlich in Charlotte, USA, stattfindenden Autorennen NASCAR spielen. Auf diese Idee brachte sie ein alter Freund, der selbst großer Fan des Rennens ist. Wie auch in Kathy Reichs vorherigen Fällen gibt es in "Fahr zu Hölle" drei paralelle Handlungen: zum einen die Leiche auf der Müllhalde, dann das vor Jahren verschwundene junge Pärchen und last but not least Tempes kompliziertes Liebesleben, das zwischen ihrem langjährigen immer-mal-wieder-Freund Ryan Andrews, ihrem Verehrer in Charlotte und ihrer neuen Flamme, dem Sicherheitschef des Autorennens oszilliert. Dieses Mal beschäftigt sie sich aber auch mit einem ernsten Thema, dem US-amerikanischen Rechtsradikalismus und seinen terroristischen Endprodukten wie dem Bombenattentat auf die olympischen Spiele in Atlanta 1996. Kathy Reichs bleibt sich mit ihrer spannenden Schreibe auch in ihrem neuen Buch treu. Freuen wir uns also auf einen neuen packenden Fall mit vielen Hintergrundinfos über die forensische Anthropologie, mit der die Autorin auch im wirklichen Leben noch immer beruflich zu tun hat – trotz ihrer erfolgreichen Temperance Brennan-Romane oder den gelegentlichen Drehbüchern zur Fernsehserie "Bones", die schon seit fünf Staffeln erfolgreich im TV läuft.
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Rezension von Silke Schröder
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