Yves Grevet: Meto – Das Haus
METO – DAS HAUS von Yves Grevet ist eine sehr dĂĽster erzählte Jugend-Dystopie, die in der abgeschlossenen Welt eines Jungeninternats spielt.
Gelesen von Rainer Strecker
Der 12-jährige Meto lebt mit anderen Jungen in einer Einrichtung, die sie nur “das Haus” nennen. Die drei Vorsteher der Institution heiĂźen “Casar 1 – 3”, und auch die Jungen tragen alle römische Namen. Jeder Tag ist ebenso klar durchstrukturiert, wie die strikte Hierarchie und die unbedingte Disziplin, die hier herrschen: erst lernen, dann SportĂĽbungen und fast keine Freizeit – und natĂĽrlich immer gehorchen, ohne nach dem Warum zu fragen. Irgendwann hält Meto die autoritäre Struktur nicht mehr aus und gewinnt ein paar Freunde fĂĽr ein verwegenes Vorhaben: sie planen die Revolte gegen die Cäsaren. Der Tag, auf den alles ankommt, rĂĽckt immer näher, doch eine Frage bleibt offen: wem kann Meto am Ende trauen und wer gehört zu den Verrätern in den eigenen Reihen?
Meto – Das Haus
„Meto“ ist eine sehr dĂĽster erzählte Jugend-Dystopie, die in der völlig abgeschlossenen Welt eines Jungeninternats spielt. Der Alltag der Jungen ist eintönig und klar gegliedert, voller Restriktionen und Verbote. Der einzige Ausweg scheint die Rebellion gegen die Herrschenden zu sein. Aber was passiert, wenn der gewagte Coup tatsächlich glĂĽckt. Wie soll es danach weitergehen, wenn die Jugendlichen doch gar keine anderen Verhältnisse als das autoritäre GerĂĽst von oben und unten, von Befehl und Gehorsam kennen?
Mit dieser Frage beschäftigt sich der französische Autor Yves Grevet in seinem Jugendroman “Meto”. Der auf mehrere Teile angelegt ist und von der ersten bis zur letzten Seite durch seine düster-bedrückende Atmosphäre beeindruckt. Grevets Allegorie auf den Missbrauch von Macht und die Bedeutung von realen Erfahrungen mit gerechteren Verhältnissen ist spannend und inspirierend. Auch wenn Vieles im ersten Teil noch nicht erklärt wird. Rainer Strecker liest die Geschichte engagiert und mit vielen Untertönen. Seien wir gespannt, wie es weitergeht.
Yves Grevet, geboren 1961, arbeitet als Grundschullehrer in einem Pariser Vorort. Seine BĂĽcher verschreiben sich der sozialen Realität. Und richten den Blick auf Themen wie familiäre Beziehungen, Solidarität sowie der Ausbildung von Freiheit und Autonomie. Der erste Teil von Yves Grevet: Meto – Die Insel. Auch gelesen von Rainer Strecker.







