Rachel Khong: Real Americans

Rachel Khong: Real Americans

REAL AMERICANS von Rachel Khong ist voll spannender Gedanken zu den heutigen Debatten über Identität, Individualismus und Integrität.

Im Jahr 1999 verliebt sich Lilly, Tochter chinesischer Einwanderer in den USA, in Matthew, den Erben eines großen Pharmakonzerns. Die beiden heiraten und während einer Geschäftsreise nach China wird ein paar Wochen zu früh ihr Sohn Nick geboren. Die etwas chaotische Situation und ihre neue familiäre Rolle bringen Lilly dazu, sich mit der Vergangenheit ihrer eigenen Mutter auseinanderzusetzen: Die Biologin war während der chinesischen Kulturrevolution in die USA ausgewandert und hatte ihr weder ihre Sprache, noch ihre Kultur vermittelt. 22 Jahre später lebt Lilly mit Nick in der Nähe von Seattle. Ihr Sohn weiß nichts über seinen Vater, doch nachdem er über einen Gentest Matthew ausfindig gemacht hat, lernt er ihn kennen – und damit auch so manches Geheimnis seiner Familie …

Real Americans

Mit “Real Americans” gelingt Rachel Khong inmitten der aktuellen Debatten um illegale Zuwanderung und rigorose Abschiebungen durch ICE-Beamte ein schlauer Mehrgenerationen-Roman rund um die Frage, wer denn eigentlich die “wirklichen Amerikaner” sein sollen – in einem Land, das über viele Generationen ein Einwanderungsstaat war und dessen ganze Geschichte auf der Verdrängung der First Nation-Amerikaner gründete.

Rachel Khong switcht dafür in verschiedene Perspektiven und auf verschiedene Zeitebenen. Sie erzählt aus der Sicht und in der Ich-Perspektive von Lilly und von ihrem Sohn Nick und beschreibt sehr authentisch, wie Lillys Mutter den beschwerlichen Weg in die USA gefunden hat, um der ebenfalls brutalen chinesischen Kulturrevolution zu entkommen. Denn dies war für sie der einzige Weg, um ihre Forschungen auf jenem Gebiet fortzuführen, das heute wiederum Antworten auf die Fragen nach Herkunft und menschlichen Eigenschaften liefern soll: der Genforschung.

So erzählt sie von kultureller Identität und Integration, von Generationskonflikten und von modernen genetischen Manipulationstechniken, die bessere Voraussetzungen für das zukünftige Leben schaffen sollen. “Real Americans” von Rachel Khong ist ein komplexer und intensiv erzählter Entwicklungsroman, der viele spannende Gedanken zu unseren heutigen Debatten über Identität, Individualismus und Integrität enthält.

Die Autorin
Rachel Khong schreibt für New York Times Book Review, The Guardian, The Cut und The Paris Review. 2018 gründete sie in San Francisco The Ruby, einen Arbeits- und Veranstaltungsort für Autorinnen und nicht-binäre Künstler:innen. Rachel Khong lebt in Kalifornien.

Die Ăśbersetzung
Tobias Schnettler ist 1976 in Hagen geboren und studierte Amerikanistik. Er arbeitet als Ăśbersetzer bei Marburg und hat zuletzt BĂĽcher von Nell Zink, Andrew Sean Greer und John Ironmonger ĂĽbersetzt.

Rachel Khong Real Americans
Rachel Khong
Real Americans

      

© KiWi
521 Seiten
12. Februar 2026
ISBN: 9783462005721
Original: Real Americans

      

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