Friedrich Ani: SĂŒden
Mit SĂDEN gelingt Friedrich Ani ein lakonischer Krimi, der vor allem durch seine feinsinnig-treffenden Beschreibungen glĂ€nzt.
Tabor SĂŒden kehrt Köln den RĂŒcken und kommt nach MĂŒnchen zurĂŒck. Ausschlaggebend dafĂŒr ist ein Anruf seines vermeintlich toten Vaters, der nach 35 Jahren Kontakt zu ihm am Telefon aufnimmt. SĂŒden, der ehemalige Kommissar in der Vermissten-Abteilung der MĂŒnchener Polizei, will in der bayerischen Landeshauptstadt zwar eigentlich nur seinen Vater aufspĂŒren, doch das Angebot von „Edith Liebergesell“, Besitzerin einer Detektei, ist so verlockend, dass er nachgibt und den Job annimmt. Er soll den vor zwei Jahren spurlos verschwundenen Mann der Gastwirtin Ilona Zacherl finden. SĂŒden taucht ein in die Welt von Raimund Zacherl und findet Anhaltspunkte fĂŒr eine Story, von der damals weder die Polizei noch die Detektei auch nur eine Ahnung hatten.
SĂŒden
Mit „SĂŒden“ gelingt Friedrich Ani ein lakonischer Krimi, der vor allem durch seine feinsinnig-treffenden Beschreibungen glĂ€nzt und mit ihnen eine ganz spezielle, eigentĂŒmliche Stimmung aufbaut, die der Autor auch konsequent bis zum Ende durchhĂ€lt. Anis Story lebt von ihrer intensiven AtmosphĂ€re, nicht von ihrer Action. Die Figur des Tabor SĂŒden, der in Köln nach seiner aktiven Polizeidienstzeit als Kellner arbeitet, lĂ€sst Friedrich Ani nun als Privatermittler zur Höchstform auflaufen. In seiner ganz eigenen Art recherchiert der erfahrene Profiler den Fall des verschwundenen Gastwirtes und wandert zugleich auf den Spuren seines Vaters, der als Obdachloser ein ebenso umtriebiges wie schwieriges Leben fĂŒhrte. âSĂŒdenâ ist ein glĂ€nzend geschriebener Kriminalroman, der mit Recht den deutschen Krimipreis 2012 bekommen hat.
Friedrich Ani, geboren 1959 in Kochel am See, schreibt Romane, KinderbĂŒcher, Gedichte, Hörspiele und Kurzgeschichten. Seine BĂŒcher wurden in mehrere Sprachen ĂŒbersetzt und vielfach ausgezeichnet. Als bisher einziger Autor erhielt Ani den Deutschen Krimipreis in einem Jahr fĂŒr drei Romane gleichzeitig. 2010 wurde Ani fĂŒr das Drehbuch nach seinem Roman »SĂŒden und der Luftgitarrist« mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Friedrich Ani lebt in MĂŒnchen.







