Fahimeh Fasaie: Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden

Fahimeh Fasaie: Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden

EINES DIENSTAGS BESCHLOSS MEINE MUTTER DEUTSCHE ZU WERDEN von Fahimeh Fasaie erzÀhlt humorvoll vom deutschen Asylrecht.

Royas Mutter Sima beschließt Deutsche zu sein. Seit 20 Jahren lebt die Iranerin mit ihrer Familie in Köln. Damit sie den EinbĂŒrgerungstest besteht, begibt sie sich eifrig auf die Suche nach Kultur und MentalitĂ€t der Deutschen.

Unter der fachkundigen Anleitung von Nachbar Herbert kommt sie mit Brahms und Krötenwanderung, Karneval und Löwensenf der echten deutschen Lebensart auf die Spur. Ihr Mann jedoch reagiert entsetzt auf den Verrat an iranischer IdentitĂ€t und versenkt sich frustriert in persische Mystik. Tochter Roya versucht derweil, die Familienharmonie zu retten, und ĂŒber all dies bemerkt niemand, dass Sohn Ryan, Papas Augenlicht, mit seinem Freund Kai mehr ĂŒbt als nur Chemie.

Die Iranerin Fahimeh Fasaie, die Dank des deutschen Asylrechts den Repressalien von Schah und Mullahs im Iran entkam, gelingt hier ein ebenso humorvoller wie ironischer Familienroman. Minutiös beschreibt sie die bizarren BlĂŒten, die ein EinbĂŒrgerungstest hervorbringen kann – gerade fĂŒr Frauen, die sich nicht nur mit neuen Aufgaben, sondern auch noch mit verunsicherten EhemĂ€nnern herumschlagen mĂŒssen. Fahimeh Fasaie hat „Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden“ mit leichter Hand einen Roman geschrieben, der durch die Perspektive der Betroffenen besticht und trotz des ernsten Themas den Humor nicht verliert. Eine gute AnnĂ€herung an eine kontroverse Debatte.

Fahimeh Farsaie ist 1952 in Teheran geboren. Sie ist Juristin und Kunsthistorikerin, Als Redakteurin und Kunstkritikerin war sie im Iran fĂŒr mehrere Zeitungen tĂ€tig. Wegen ihrer unstillbaren Leidenschaft fĂŒr engagierte Kunst und Literatur saß die Juristin und Kunsthistorikerin unter dem Schah-Regime 18 Monate im GefĂ€ngnis. Unter der Khomeini-Regierung war sie ebenfalls verfolgt. Seit 1983 lebt sie in Deutschland, wo sie u.a. fĂŒr tageszeitung, Freitag und Deutschlandfunk als freie Journalistin arbeitet. Sie erhielt den iranischen Fernsehpreis »Tamascha« fĂŒr junge Autoren, den BARANs-Fond-Preis fĂŒr die Literatur im Exil.

hallo-buch.de - Rezensionen und Buchtipps von Silke Schröder
hallo-buch.de

      

© Ulrike Helmer Verlag
260 Seiten
April 2006
ISBN: 978-3897412002

      

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