Sara Gran: Das Ende der Welt
DAS ENDE DER WELT von Sara Gran ist ein etwas anderer, aber gleichwohl fesselnder Krimi, der in den Musikerszene San Franciscos spielt.
Claire deWitt ist eine ganz besondere Privatdetektivin. Immer wieder bezieht sie sich auf das Detektiv-Handbuch „Détection“ des französischen Detektivs Jacques Silette. Der viele außergewöhnlich schwere Fälle gelöst hat. Und diese Fähigkeiten braucht sie auch in ihrem neuen Fall, der ihr sehr unter die Haut geht: Claires Ex-Freund, der Musiker Paul, wurde in seiner Wohnung in San Francisco erschossen. Alles deutet auf Raubmord hin, denn es fehlen einige wertvolle Gitarren.
Doch Claire ist davon nicht überzeugt. Ihre Ermittlungen, die sie tief in die Musikerszene von San Francisco und damit auch zu vielen ihrer eigenen Bekannten führt, bestätigen zumindest eine ihrer Befürchtungen: Dass sie im Zeitalter des Kali Yuga lebt, das sich vor allem durch Verlogenheit und Gewalt auszeichnet. Und Claires Drogenkonsum steigt im selben Maße, wie ihre Hoffnung auf eine Lösung des Falles sinkt. Sie zieht sich immer weiter runter, bis auch für sie selbst das Ende der Welt nicht mehr weit ist.
Das Ende der Welt
Nach dem Sara Gran ihren ersten Krimi “Stadt der Toten” im vom Hurricane zerstörten New Orleans spielen ließ. Ermittelt ihre Detektivin Claire deWitt nun in einem sehr persönlichen Fall in ihrer Wahlheimat San Francisco. Dabei lässt Gran erkennen, dass sie sich in der dortigen Musikerszene offenbar ebenso gut auskennt. Wie in den Drogenexzessen ihrer Heldin. Dennoch ermittelt Claire ebenso unkonventionell wie erfolgreich. Und verliert auch im tiefsten Sumpf nicht das Auge für die wichtigen knallharten Indizien. So lernen wir die Bay-Area einmal auf eine etwas andere Art kennen. Und auch der erzählerische Wechsel von Sara Gran in die Vergangenheit ihrer Detektivin. In der sie in der New Yorker Musiker- und Hausbesetzerszene nach einer guten Freundin sucht, zeugen von einigem Wissen über die dortigen Verhältnisse.
Fazit: “Das Ende der Welt” ist ein etwas anderer, aber gleichwohl fesselnder Krimi. Und: ja, die veganen Restaurants der “erleuchteten Meisterin” aus der Story gibt es wirklich, inzwischen auch in Europa. Sehr empfehlenswert, wie der Krimi „Das Ende der Welt“ von Sara Gran.
Bevor Sara Gran ist 1971 in Brooklyn geboren. Sie hat in einer Vielzahl von Berufen gearbeitet, die aber allesamt mit BĂĽchern zu tun hatten. Jetzt ist sie ie hauptberuflich Schriftstellerin. Nach ausgedehnten Weltreisen lebt sie nun in Kalifornien.
Weitere Sara Gran Krimis: Das Ende der Welt # Come Closer # Das Ende der LĂĽgen # Dope # Stadt der Toten

© Droemer Verlag
368 Seiten
März 2013
ISBN: 978-3426226377
Original:
Claire deWitt and
the Bohemian Highway






