Seyda Kurt: Zeit der Monster
Şeyda Kurt erzählt in ZEIT DER MONSTER mit Humor, aber ernstem Unterton von Zugehörigkeit und Verlusten in monströsen Zeiten.
Sanya lebt in einem alten Viertel einer Millionenstadt. Die Menschen dort sind bunt zusammengewürfelt, immer gibt es etwas zu sehen. So streift Sanya neben ihrem Kneipenjob viel um die Häuser, trifft alte Bekannte – und einen mysteriösen Unbekannten. Hat er etwas zu tun mit der dunklen Prophezeiung, die seit Tagen durch die sozialen Medien wabert und immer mehr Anhänger findet? Ob Humbug oder nicht: die Situation vor Ort eskaliert und bald kommt es tatsächlich zu unglaublichen Vorkommnissen …
Şeyda Kurt erzählt in “Zeit der Monster” von einem gewachsenen Stadtviertel. So eine Ecke wie Köln Kalk, dessen Bewohner und Bewohnerinnen hier tief verwurzelt sind, aber in letzter Zeit immer mehr mit Gentrifizierung und Strukturwandel zu kämpfen haben. Was sie zusammenhalten lässt, ist die Nachbarschaftshilfe und das Wissen, dass es gemeinsam eben besser geht – trotz oder gerade wegen all ihrer unterschiedlichen Wurzeln. Doch immer wieder gibt es Trouble durch beunruhigende Gerüchte und merkwürdige Prophezeiungen über die Zukunft des Viertels. Şeyda Kurt zeigt, wie unterschiedlich die Menschen auf so etwas reagieren und wie der Zusammenhalt zur Zerreißprobe wird. So erzählt Şeyda Kurt in “Zeit der Monster” mit Humor, aber ernstem Unterton von Zugehörigkeit und Verlusten in monströsen Zeiten.
Die Autorin
Şeyda Kurt ist 1992 geboren und aufgewachsen in Köln-Kalk. Sie arbeitete für Zeit Online und Deutschlandfunk Kultur sowie für Podcasts, etwa mit der preisgekrönten Produktion »190220 – Ein Jahr nach Hanau«. Sie kuratierte u. a. für das Literarische Colloquium Berlin und das Goethe-Institut, verfasste gefeierte Theatertexte und war Mitherausgeberin des Sammelbandes Spiel*Kritik.







