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Donnerstag, 07. November 2019

© DuMont Buchverlag
14. Oktober 2019
ISBN: 978-3832181079
Original: The Ten-Year Nap

Meg Wolitzer: Die Zehnjahrespause

DIE ZEHNJAHRESPAUSE von Meg Wolitzer ist ein spannender Einblick in unsere moderne Gesellschaft, in der die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen nur peu à peu vorangeht.

Amy, Roberta, Jill und Karen haben sich wegen der Kinder eine lange Auszeit von ihren Jobs genommen. Jetzt, mit Anfang 40, ist es trotz guter Ausbildung gar nicht so einfach, dort wieder anzufangen, wo sie vor gut zehn Jahren aufgehört haben. Jill hat ihre Doktorarbeit schon vor Jahren abgebrochen, Amy kann sich nicht vorstellen, wieder als Juristin Akten zu wälzen und die Künstlerin Roberta findet Erfüllung in ihren Bastelarbeiten und dem Bemühen, andere Künstlerinnen zu protegieren. Nur Karen versucht es hin und wieder mit einem Vorstellungsgespräch. Doch alle vier merken: Je älter die Kinder werden, desto penetranter drängt sich der Gedanke an einen Job in den Vordergrund – mal ganz abgesehen von den Geldnöten...

Wie geht es eigentlich Frauen, die für lange Zeit aus ihren Jobs aussteigen, um sich um die Kinder zu kümmern? Meg Wolitzer erzählt in ihrem Roman “Die Zehnjahrespause” von vier Freundinnen aus New York, die alle unterschiedlich mit dieser Situation umgehen. Sie alle haben eins gemeinsam. Sie konzentrieren sich auf ihre Kinder und haben ansonsten jede Menge Zeit, um sich über sich selbst und ihre zwischenmenschlichen Probleme Gedanken zu machen. Jill, die mit ihrer Familie in die Surburbs gezogen ist, plagt die Eifersucht, da ihre beste Freundin Amy in der Stadt eine neue beste Freundin findet. Roberta versucht sich als mittellose Kunstmäzenin und Karen denkt als Mathematikerin sowieso lieber in Zahlen. Meg Wolitzer zeigt, dass es trotz 150 Jahren Feminismus noch immer viele Frauen gibt, die sich mehr oder weniger bereitwillig in ihre Rolle als „Cappuccino-Mütter“ begeben, zumal ihre Männer ja meist ohnehin mehr Geld verdienen. Doch Wolitzer sieht auch Veränderungen, denn es gesellen sich immer mehr part-time-Väter an die Kaffeetische – ganz allmählich natürlich, denn in den USA gibt es kein gesetzliches Modell der Elternzeit, so dass selbst in den eigentlich fortschrittlich gesinnten New Yorker Kreisen die Rollenverteilung faktisch noch immer recht traditionell ist. Gerade diese Widersprüche aber machen “Die Zehnjahrespause” zu einem spannenden Einblick in unsere moderne Gesellschaft, in der die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen nur peu à peu vorangeht.

Meg Wolitzer, geboren 1959, veröffentlichte 1982 den ersten von zahlreichen preisgekrönten und erfolgreichen Romanen. Viele ihrer Bücher standen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Bei DuMont erschienen der SPIEGEL-Bestseller ›Die Interessanten‹ (2014) sowie ›Die Stellung‹ (2015) und zuletzt ihr Roman ›Die Ehefrau‹ (2016), der mit Glenn Close in der Hauptrolle verfilmt wurde. Meg Wolitzer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in New York City.

Rezension von Silke Schröder

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