Martin Krist: Die Mädchenwiese
MÄDCHENWIESE von Martin Krist ist von der ersten Seite an ein mitreißender Thriller, der uns durch immer wieder neue Überraschungen fesselt.
Kommissar Alex Lindner quittierte vor drei Jahren den Dienst, nachdem bei einem Einsatz durch sein Verschulden eine Kollegin ums Leben kam. Seitdem betreibt er eine eigene Kneipe in seinem Heimatort im Spreewald. Doch plötzlich holt ihn seine Vergangenheit ein. Erst bekommt er einen Brief von seinem Vater, den er bis dato nicht kannte, da er als Kind adoptiert wurde. Kurz darauf verschwindet ein junges Mädchen. Viele Indizien deuten auf ein Verbrechen hin – und sie sprechen dafür, dass es sich um den gleichen, nie gefassten Täter handelt, dem Alex schon vor drei Jahren auf der Spur war. Der Serienmörder hatte bereits damals mehrere junge Mädchen entführt und ermordet. Alex nimmt die alte Fährte wieder auf und ist dem Täter plötzlich viel näher, als ihm lieb sein kann.
Dass aus Deutschland richtig gute Thriller kommen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Auch “Mädchenwiese” von dem Berliner Martin Krist kann sich hier als packend geschriebener Krimi einreihen. In mehreren Handlungssträngen erzählt er eine aufwühlende Geschichte, die tief in die Vergangenheit des kleinen Ortes Finkenwerda reichen. Zwar sind die hier beschriebenen Gewalttaten gegen Mädchen und Frauen wirklich nichts für schwache Nerven – fast fragt man sich, ob solche Schilderungen tatsächlich nötig sind – , und auch der Schreibstil des Autors wirkt fast ebenso simpel, wie der Plot konstruiert, aber dennoch ist “Mädchenwiese” von der ersten Seite an ein mitreißender Thriller, der uns durch immer wieder neue Überraschungen fesselt. Spanndendes für heiße Tage.
Martin Krist ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1998 lebt er als Schriftsteller in Berlin.
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