Eliot Pattison: Das Auge des Raben
2010,  Historische BĂŒcher,  Thriller,  US-Thriller

Eliot Pattison: Das Auge des Raben

Eliot Pattison schildert in DAS AUGE DES RABEN die VerhÀltnisse in der USA im Jahre 1760 sowie Riten und BrÀuche der First Nation.

Die USA im Jahre 1760. In der neuen Welt kĂ€mpfen die EnglĂ€nder und die Franzosen um die Vorherrschaft. Beide buhlen dabei, wenn auch nur aus taktischen GrĂŒnden, um die UnterstĂŒtzung der Native Americans, der Indianer. Der Schotte Duncan McCallum hat Dank seines Freundes, des indianischen Schamanen Conawago, als einziger das Massaker von englischen Soldaten an seinem Clan ĂŒberlebt. Auf einer Reise durch die WĂ€lder finden sie auf einem Weg einen sterbenden englischen Offizier, der ist an einem Baum genagelt worden ist.

Und natĂŒrlich kommt just in diesem Moment eine englische Patrouille vorbei. Die Conawago umgehend des Mordes an dem Offizier bezichtigt und ihn verhaftet. Duncan setzt alles daran, seinem Freund zu helfen und die Wahrheit heraus zu finden. Er kommt einer Reihe Ă€hnlicher Ritualmorde auf die Spur. Und muss erkennen, dass hier ein Unbekannter die Verhandlungen zwischen den StĂ€mmen der Indianer und den EnglĂ€ndern auf perfide Weise untergrĂ€bt. Aber wer steckt dahinter?

Das Auge des Raben

„Das Auge des Raben“ ist der zweite Roman von Eliot Pattison. Wieder mit von der Partie sind der Schotten Duncan McCallum und seinem Freund, dem indianischen Schamanen Conawago. Diesmal geht um eine Reihe von brutalen Ritualmorden. Aber auch um die Vermessung eines noch unbekannten Landes, um SpiritualitĂ€t und, viele Jahrzehnte vor dem Kampf um den „wilden Westen“, um die Eroberung des östlichen Nordamerikas durch EnglĂ€nder und Franzosen.

Eliot Pattison schildert die VerhĂ€ltnisse in der neuen Welt sehr anschaulich. Er geht dabei zugleich detailliert auf die Riten und BrĂ€uche der verschiedenen IndianerstĂ€mme ein, insbesondere auf den schamanistischen Glauben, auf mystische Zeichen und uralte rituelle Pfade. Die völlige Respektlosigkeit der Kolonialisten gegenĂŒber den Ureinwohnern erwĂ€hnt er ebenso. Wie die Probleme der Siedler und der Indianer mit dem Alkohol und der Leibeigenschaft.

Pattison lĂ€sst sich mit seiner Geschichte viel Zeit; man muss sie schon konzentriert lesen, um am Ball zu bleiben. Dies macht „Das Auge des Raben“ zu keiner einfachen Kost, aber zu einem interessanten Blick in eine Zeit des Aufbruchs wie der Eroberung. Und statt Wild-West-Romantik bringt uns Eliot Pattison die Perspektive der Native Americans nĂ€her. Die kulturellen Unterschiede zwischen den Kolonialisten und den indianischen Ureinwohnern sprechen BĂ€nde – ĂŒber die Besiegten wie ĂŒber die Eroberer.

Eliot Pattison ist Journalist und Rechtsanwalt. Er ist oft nach Tibet und China gereist und lebt mit seiner Familie in Oley, Pennsylvania.

hallo-buch.de - Rezension und Buchtipps von Silke Schröder
hallo-buch.de

      

© RĂŒtten & Loening
410 Seiten
01. November 2010
ISBN: 978-3352007880
Original:
The Eye of the Raven

      

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