Louise Erdrich: So war die Welt

Louise Erdrich: So war die Welt

In SO WAR DIE WELT erzählt Louise Erdrich in einem ruhigen Erzählstil von einer jungen Frau in Nord-Dakota.

Die 18-jährige Kismet lebt mit ihren Eltern in North Dakota. Sie ist gerade mit der Schule fertig und bewirbt sich für einen Studienplatz an einem College, das vor allem eines sein soll: möglichst weit weg von ihrem Heimatort Angus. Doch durch die Finanzkrise und die Eskapaden ihres Vaters drohen die Ersparnisse der Familie für ihren Collegebesuch in kürzester Zeit verloren zu gehen. Was also tun? Da bekommt sie von Gary Geist, dem unbestrittenen Footballheld im Ort, einen Heiratsantrag. Ohne wirkliche Überzeugung, aber auch ohne gute andere Ideen nimmt sie ihn an. Eigentlich hat sie ja mehr Interesse an dem etwas jüngeren Hugo, der in der Buchhandlung von Garys Mutter arbeitet …

So war die Welt

In ihrem neuen Roman “So war die Welt” erzählt Louise Erdrich von der 18-jährigen Kismet. Die steht vor der Entscheidung, zu heiraten oder trotz schwieriger Umstände zu versuchen, aufs College zu gehen. Erdrich beschreibt, wie ihre Heldin eher widerwillig in eine Ehe hinein schlittert und sogleich von ihrer Schwiegermutter in Beschlag genommen wird. Ihre Probleme und Entscheidungen bettet sie ein in die Erzählung über die Lebensumstände mehrerer Familien im ländlichen North Dakota. Sie berichtet von der Angst der Leute, in der Finanzkrise alles zu verlieren, von der Abhängigkeit der Farmer von den großen Agrar- und Pharmafirmen.

Viel Wert legt Erdrich auf die Schilderung der Erfahrungen, Erlebnisse und mühsamen Entscheidungsfindungen ihrer Figuren. Da ist die Familie von Gary, dessen Familie als Farmer der Pestizid- und Saatgutmafia ausliefert ist. Oder Hugo, der großes vorhat und Ingenieur werden will. Und eben die Familie von Kismet, mit ihrer hart arbeitenden Mutter und ihrem Vater, der mit der Kirchenkollekte durchbrennt und das gerade abbezahlte Haus mit einer Hypothek belastet.

Das alles spielt sich in der Zeitspanne von 2008 bis heute ab. Immer mal wieder springt Erdrich dabei zurück zu vergangenen Ereignissen, wechselt die Perspektiven und behält ihren ruhigen, entschleunigten Erzählstil bis zum Ende bei.

Die Autorin

Louise Erdrich, geboren 1954 als Tochter einer Ojibwe und eines Deutsch-Amerikaners, ist eine der erfolgreichsten amerikanischen Gegenwartsautorinnen. Sie erhielt den Pulitzer-Preis, National Book Award, den PEN/Saul Bellow Award und den Library of Congress Prize. Louise Erdrich lebt in Minnesota und ist Inhaberin der Buchhandlung Birchbark Books

Die Übersetzerin
Gesine Schröder übersetzt seit 2007 aus dem Englischen und hat u. a. Louise Erdrich und Maya Angelou ins Deutsche übertragen. Nach Aufenthalten in den USA, Australien, Indien, England und Kanada lebt sie in Berlin.

Louise Erdrich So war die Welt
Louise Erdrich:
So war die
Welt

      

© Aufbau Verlag
384 Seiten
13. Oktober 2025
ISBN: 978-3550080616
Original:
The Mighty Red

      

Weitere Romane von Louise Erdrich (alle im Aufbau Verlag erschienen und lieferbar)

»Jahr der Wunder«, »Die Wunder von Little No Horse«, »Liebeszauber«, »Die Rübenkönigin«, »Spuren«, »Der Club der singenden Metzger«, »Der Klang der Trommel«, »Solange du lebst«, »Schattenfangen«, »Das Haus des Windes«, »Ein Lied für die Geister«, »Der Gott am Ende der Straße«, »Der Nachtwächter« »Von Büchern und Inseln«

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