Asako Yuzuki: Tokyo Girls Club

Asako Yuzuki: Tokyo Girls Club

TOKYIO GIRLS CLUB von Asako Yuzuki ist ein psychologisch tiefgrĂŒndiges und gesellschaftskritisches Bild von Frauen.

Gelesen von Madiha Kelling Bergner
Eriko macht ihren Job in der Handelsfirma mit Hingabe: TĂ€glich kĂŒmmert sie sich um den internationalen Einkauf von Fisch. Doch nach Feierabend nagt in ihr die Einsamkeit. Seit Jahren schon hat sie kaum noch Kontakte und auch keine beste Freundin mehr. Gehört das nicht zum Leben einer Frau? Mit großer Aufmerksamkeit liest sie den Blog “Tagebuch einer nutzlosen Hausfrau” von Shoko, die dort unter dem Namen “Heilbutt” von ihrem ganz gewöhnlichen Alltag, von Fast Food-Konsum und Billig-TV-Shows berichtet. Shokos ganz eigener Stil kommt dabei immer besser bei den Leuten an. Erika lernt die Bloggerin kennen und ist bald der Meinung, in ihr ihre neue beste Freundin gefunden zu haben. Shoko allerdings sieht das etwas anders.

Tokyo Girls Club

Braucht es im Leben einer Frau eine beste Freundin? Können Frauen ĂŒberhaupt untereinander eine langjĂ€hrige, gleichberechtigte freundschaftliche Beziehung fĂŒhren? Oder gehört auch das nur zu ihren unterschiedlichen Rollen, die sie möglichst perfekt erfĂŒllen sollen? Diese und weitere Fragen stellt sich die japanische Bestsellerautorin Asako Yuzuki in “Tokyo Girls Club”, in dessen Mittelpunkt sie zwei sehr unterschiedliche Frauen stellt: Die ehrgeizige Eriko mit dem Wunsch nach einer wahren Freundin und die unbekĂŒmmerte Shoko, die vermeintlich all das verkörpert, was Eriko fehlt. Der Autorin geht es dabei um Idealvorstellungen, die zur Obsession werden, aber auch um eigene Erkenntnisse. Denn beide Frauen machen eine lebensverĂ€ndernde Entwicklung durch, die manchmal schmerzhaft, aber auch lehrreich ist.

Asako Yuzuki zeigt, wie Frauen (nicht nur) in der japanischen Gesellschaft einem immensen Druck ausgesetzt sind, als Schwester, Ehefrau, Mitarbeiterin oder eben auch als Freundin zu funktionieren. Und sie erzĂ€hlt von der Schwierigkeit, wirklich zu kommunizieren und die Mauer der OberflĂ€chlichkeiten und des allgegenwĂ€rtigen Narzissmus zu durchbrechen. So ist “Tokyo Girls Club” von Asako Yuzuki ein psychologisch tiefgrĂŒndiges und gesellschaftskritisches Bild ĂŒber das Selbst- und Fremdbild von Frauen. Bestens gelesen von Madiha Kelling Bergner.

Die Autorin
Asako Yuzuki ist 1981 in Tokio geboren. Sie ist fĂŒr ihr Schreiben vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Noma-Verlagskulturpreis. Ihr Roman »Butter« ist in Japan ein Bestseller. Er erscheint weltweit in zahlreichen Sprachen. »Tokyo Girls Club« ist mit dem Yamamoto ShĆ«gorƍ Preis ausgezeichnet.

Die Sprecherin
Madiha Kelling Bergner ist 1992 in Berlin geboren und wuchs in Berlin-Neukölln auf. Sie studierte Psychologie an der UniversitÀt Potsdam. Seit ihrem Abschluss arbeitet sie als Synchronschauspielerin und Hörbuchsprecherin.

Die Übersetzung
Ursula GrĂ€fe hat Japanologie, Anglistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main studiert. Seit 1989 arbeitet sie als LiteraturĂŒbersetzerin aus dem Japanischen und Englischen und hat neben zahlreichen Werken von Haruki Murakami auch Sayaka Murata und Yukiko Motoya ins Deutsche ĂŒbertragen.

Asako Yuzuki Tokyo Girls Club
Asako Yuzuki:
Tokyo Girls
Club

      

© Aufbau Verlag
384 Seiten
11. MĂ€rz 2026
ISBN: 9783757020170
Original:
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Nairupāchi no joshikai

      

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