Steve Mosby: Schwarze Blumen
Der Engländer Steve Mosby entführt uns in seinem neuen Psychothriller SCHWARZE BLUMEN in eine erstaunlich und packende „Buch im Buch“-Story.
Der vermeintliche Selbstmord seines Vaters ist Neil Dawsons ein Rätsel. Arbeitete der mehr oder minder erfolgreiche Schriftsteller nicht gerade enthusiastisch an seinem neuen Buch? Und warum sollte er quer durchs Land reisen, um sich in völlig fremder Umgebung von einem alten Viadukt zu stürzen? Wie Neil glaubt auch Hannah Price von der örtlichen Polizei nicht an den Selbstmord und beginnt, eigene Ermittlungen anzustellen. Derweil findet Neil im väterlichen Haus ein sorgsam verstecktes Buch mit dem Titel „Schwarze Blumen“, das ein alter Freund des Vaters geschrieben hat. Auch dieser Autor war eines Tages spurlos verschwunden und wurde später für tot erklärt. Kann das Zufall sein, oder birgt vielleicht das Buch den Schlüssel zu diesem Rätsel? Der abgegriffene Band beschreibt eine recht sonderbare Geschichte aus den 70er Jahren, die auf Tatsachen beruhen soll. Auf unterschiedlichen Wegen nähern sich Neil und Hannah einer unglaublichen Wahrheit an, und das ist für beide alles andere als ungefährlich.
Der Engländer Steve Mosby entführt uns in seinem neuen Psychothriller „Schwarze Blumen“ in eine erstaunliche „Buch im Buch“-Story. Diese verwirrt zwar durch ihre verschiedenen Erzählstränge oft ein wenig, schafft es aber trotzdem, den roten Faden beizubehalten. Dabei spielt die verwickelte Story, wie eine russische Matrjoschka-Puppe, auf den unterschiedlichen Ebenen gleich mit mehreren Genres, denn Mosby bedient sich des Krimis genauso wie des psychologischen Romans und würzt alles noch virtuos mit horroesken Zügen, die so manches Mal an Klassiker wie Akte X, Blairwitch Project oder den frühen Stephen King erinnern. Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist jedoch die Geschichte der Polizistin Hannah Price und des Autors Neil Dawson, die sich mit der dunklen Vergangenheit ihrer Väter auseinandersetzen müssen. Steve Mosby gelingt mit „Schwarze Blumen“ ein spannend-verzwickter Psychothriller, der gekonnt mit Fiction und fiktionalen Fakten spielt.
Steve Mosby, geboren 1976 in Horsforth/England, studierte Philosophie und lebt als freier Schriftsteller in Leeds. Seit seiner Kindheit war Schreiben seine Leidenschaft.
Rezension von Silke Schröder
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